Gemeinsame Pressemitteilung vom 03. November 2026
„Laatzen gemeinsam gestalten. Sozial. Nachhaltig. Zukunftsfähig.“ – Unter diesem Motto wollen SPD und Bündnis 90/Die Grünen die Zukunft der Stadt Laatzen gemeinsam gestalten.
Laatzen, 3. November 2026 – Nach intensiven und konstruktiven Sondierungsgesprächen haben sich SPD und Bündnis 90/Die Grünen in Laatzen auf die wesentlichen Grundlagen ihrer zukünftigen politischen Zusammenarbeit verständigt.
In über 14 Stunden haben die beiden Verhandlungsteams die politischen Herausforderungen der kommenden Jahre diskutiert, unterschiedliche Positionen aufgearbeitet, Gemeinsamkeiten herausgearbeitet und gemeinsame Ziele entwickelt. Für die SPD nahmen Katrin Benke , Silke Rehmert und Patrick Mewes an den Gesprächen teil. Bündnis 90/Die Grünen waren durch Edda Klukkert , Udo Hetmeier und Hayat Hajjali vertreten.
Der Laatzener SPD-Vorsitzende Patrick Mewes betont: „Die Gespräche waren geprägt von gegenseitigem Respekt, Offenheit und dem gemeinsamen Willen, tragfähige Lösungen für Laatzen zu entwickeln. Dabei ging es nicht nur um politische Inhalte, sondern auch um die Frage, wie eine verlässliche, transparente und konstruktive Zusammenarbeit in den kommenden Jahren gestaltet werden kann.“
Auch Edda Klukkert von Bündnis 90/Die Grünen hebt die Bedeutung des gemeinsamen Austauschs hervor: „Es war wichtig, dass wir uns in den Sondierungsgesprächen so viel Zeit genommen haben, um ausführlich miteinander zu sprechen, unterschiedliche Positionen abzugleichen und Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten. Dadurch ist auf beiden Seiten Vertrauen gewachsen und eine gute Grundlage für eine offene, konstruktive und verlässliche Zusammenarbeit entstanden.“
Ein gemeinsames Motto als politischer Kompass
Ein wichtiges Ergebnis der Gespräche ist der gemeinsam entwickelte Leitsatz:
„Laatzen gemeinsam gestalten. Sozial. Nachhaltig. Zukunftsfähig.“
Der Slogan bringt das gemeinsame politische Selbstverständnis zum Ausdruck: Eine Stadt, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt, den Herausforderungen des Klimawandels begegnet und ihreEntwicklung gemeinsam mit den Einwohnerinnen und Einwohnern gestaltet. Gleichzeitig gilt es die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt zu sichern, klare Prioritäten zu setzen und Investitionen zu tätigen, die Laatzen langfristig zugutekommen.
Gemeinsame Schwerpunkte für die kommenden Jahre
Zu den gemeinsamen Schwerpunkten gehören Bildung, Betreuung und Jugendbeteiligung sowie der soziale Zusammenhalt in den Stadtteilen. Das Ganztagsangebot an Grundschulen soll verlässlich weiterentwickelt und eine Erweiterung der Kita-Betreuungszeiten geprüft werden. Der Jugendbeirat soll bei Planungen, die Kinder und Jugendliche betreffen, frühzeitig und verbindlich beteiligt werden.„Kinder brauchen Angebote, die sie fördern und ihnen Raum geben, Neues zu entdecken. Und für Eltern muss verlässlich planbar sein, wie ihre Kinder betreut werden. Deshalb wollen wir den Ganztag weiterentwickeln und prüfen, wie und wo längere Kita-Betreuungszeiten wieder ermöglicht werden können“, sagt die SPD-Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt Laatzen Silke Rehmert.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Aufenthaltsqualität in allen Stadtteilen. Öffentliche Räume sollen stärker als Orte der Begegnung, Bewegung und Erholung gestaltet werden. Naturnahe Grünflächen, Schatten, sichere Wege und Sitzgelegenheiten gehören ebenso dazu wie die Stärkung von Begegnungsorten und eines aktiven Quartiersmanagements. Bis Ende 2027 soll außerdem ein Klimaanpassungskonzept dem Rat zur Entscheidung vorliegen. Dazu gehören Maßnahmen zum Schutz vor Hitze und Starkregen.
„Ein schattiger Platz im Sommer, ein sicherer Weg zur Schule oder ein Treffpunkt in der Nachbarschaft machen im Alltag einen Unterschied. Wir wollen die Stadtteile so weiterentwickeln, dass sich die Menschen dort gerne aufhalten und begegnen können“, sagt Hayat Hajjali, Ortsverbands- und Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen.
Weitere gemeinsame Ziele sind die Förderung bezahlbaren und bedarfsgerechten Wohnraums, der Ausbau sicherer Radwege und eine moderne, bürgernahe Stadtverwaltung. Gegenüber der Region Hannover und den Verkehrsunternehmen wollen sich beide Parteien für eine innerstädtische Ringbuslinie sowie eine bessere Anbindung von Ingeln-Oesselse und Kronsrode einsetzen.
Auch die frühzeitige und verbindliche Beteiligung der Einwohnerinnen und Einwohner an kommunalen Entscheidungen soll gestärkt werden. Dabei soll nachvollziehbar sein, wie ihre Anregungen berücksichtigt werden. Die Grundsätze der Neuen Leipzig-Charta sollen eine wichtige Orientierung bilden: Stadtentwicklung soll dem Gemeinwohl dienen, soziale und ökologische Fragen zusammen betrachten und die Menschen vor Ort einbeziehen.
Verlässliche Zusammenarbeit und überprüfbare Ergebnisse
Neben den politischen Zielen haben beide Parteien gemeinsame Regeln für die zukünftige Zusammenarbeit entwickelt. Dazu gehören abgestimmte politische Initiativen, regelmäßige Gespräche mit dem Bürgermeister und transparente Entscheidungswege.
Innerhalb der ersten 100 Tage der Wahlperiode sollen die vereinbarten Ziele in einem gemeinsamen Maßnahmenkonzept konkretisiert werden. Es soll Prioritäten, Zuständigkeiten, angestrebte Zeiträume und den voraussichtlichen Ressourcenbedarf benennen. Die Umsetzung soll jährlich überprüft und in einem Bericht nachvollziehbar gemacht werden.
„Wir wollen früh festlegen, welche Vorhaben zuerst angegangen werden und was dafür gebraucht wird. Und wir wollen offen zeigen, was gelingt und wo es länger dauert. Die Menschen in Laatzen sollen nachvollziehen können, was aus unseren Vereinbarungen wird“, so die SPD-Fraktionsvorsitzende Silke Rehmert.
Auf Grundlage ihrer Verständigung wollen SPD und Grüne auch die Zusammenarbeit mit der Fraktion DIE LINKE im Rahmen einer Assoziierung angehen. Ziel ist es, in gemeinsamen Beratungen Vorhaben zu entwickeln und tragfähige Mehrheiten für deren Umsetzung zu gewinnen. DIE LINKE bleibt zwar eine eigenständige Fraktion und wird nicht Mitglied der SPD-Grünen-Gruppe. Gemeinsame Positionen und ein gemeinsames Abstimmungsverhalten werden jedoch angestrebt und sollen im Rahmen der gemeinsamen Beratungen entwickelt werden.
SPD und Bündnis 90/Die Grünen sehen in den Ergebnissen der Gespräche eine gute Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit im Rat der Stadt Laatzen. Gemeinsam wollen beide Parteien Verantwortung übernehmen und Laatzen sozial, nachhaltig und zukunftsfähig gestalten.